Prävention vor sexualisierter Gewalt

Die HSG Rietberg-Mastholte verfolgt seit Jahren ein Präventions- und Interventionskonzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Alle Trainer, Übungsleiter und Betreuer müssen bei Aufnahme ihrer Tätigkeit für die HSG Rietberg-Mastholte ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis einreichen und einen Ehrenkodex unterschreiben.

Auszug aus dem Ehrenkodex: “Ich werde das Recht des mir anvertrauten Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf körperliche Unversehrtheit achten und keine Form der Gewalt, sei sie physischer, psychischer oder sexueller Art, ausüben.“

Ein ganz wichtiger Baustein ist auch der Besuch einer Informationsveranstaltung  zum Thema „sexualisierte Gewalt im Sport“. Am letzten Samstag gab es für unsere Trainer wieder die Möglichkeit, sich über das Thema zu informieren, um zukünftig sensibel mit der Problematik umzugehen. Schönen Dank an alle Teilnehmer für die Bereitschaft sich die Zeit für diese Informationsveranstaltung zu nehmen.

Auf Einladung von TuS Viktoria Rietberg nahmen 37 Teilnehmer aus dem Breitensport, Fußball, Handball, Schwimmen und Reha-Sport teil. Der erfahrene LSB-Berater Klaus-Peter Uhlmann informierte über Formen sexueller Gewalt, die Möglichkeiten der Prävention und mögliche Schritte de Intervention. Die Erscheinungsformen von sexualisierter Gewalt im Sport können vielfältig sein: verbale und gestische Übergriffe – Grenzverletzung bei der Kontrolle der Sportkleidung – Übergriffe bei der Hilfestellung – Verletzungen der Intimsphäre durch Eindringen in die Umkleiden und Duschen – direkte Formen sexueller Gewalt bis hin zur Vergewaltigung.

Klaus Peter Uhlmann verstand es anhand von anschaulichen Alltagssituationen eines Trainer die Teilnehmer zu sensibilisieren wie zum Beispiel: das Betreten der Umkleidekabinen durch die Trainer – Eltern helfen ihren Kinder beim Umziehen in der Umkleide – wieviel Körperkontakt ist zwischen Sportler und Trainer erlaubt –

Die HSG Rietberg-Mastholte unterstützt den Kinder- und Jugendschutz aktiv. Wir wollen vorbeugend tätig werden. Mit dem aktiven Kinder- und Jugendschutz wollen wir signalisieren:

Kindern und Jugendlichen: „Hier kannst du sprechen.“

Eltern: „Hier sind sichere Räume.“

Täterinnen und Tätern: „Nicht bei uns!“

Trainer/innen, Übungsleiter/innen: „Wir unterstützen dich.“